Beschreibung

Mit der DM5-Serie führt Yamaha den bewährten Workflow der DM7-Serie in ein deutlich kompakteres Format.
Entstanden ist sie unter dem Leitgedanken „Forward Thinking“: Sie soll nicht nur die Anforderungen heutiger Produktionen erfüllen, sondern zugleich die Flexibilität und Erweiterbarkeit für die Projekte von morgen mitbringen.
Das DM5 verfügt über zwei Fader-Sektionen und zwei Displays, bietet 32 analoge Eingänge, 16 analoge Ausgänge und verarbeitet bis zu 60 Eingangskanäle. Trotz dieser Leistungsfähigkeit misst das Pult lediglich 826 x 235 x 441 mm. Hinzu kommen 64 Ein- und Ausgänge Dante-Netzwerkverbindung bei 96 kHz, 24 Mix-Busse, 12 Matrizen, zwei Stereo-Busse, 12 DCAs, 18 Kanäle USB-I/O sowie Bluetooth für die Audiowiedergabe.
Wer bereits mit der DM7-Serie arbeitet, findet sich auf dem DM5 unmittelbar zurecht: Bedienlogik, Displaystruktur und Datenformate sind untereinander kompatibel. Über die DM-Serie hinaus lässt sich das Pult mit den I/O-Racks der Yamaha R-Serie, PY-Karten und optionalen Funktionspaketen zu genau dem System ausbauen, das die jeweilige Anwendung verlangt.
Sound
Die DM5-Serie knüpft an Yamahas Tradition eines transparenten, unverfälschten Klangs an. Das Signal wird direkt auf der Bühne erfasst und bildet die neutrale Grundlage, auf der der Mix entsteht. Der Channel Strip bietet eine umfangreiche Dynamikbibliothek – darunter FET Limiter, Diode Bridge Comp, Comp 260 und Legacy Comp sowie Gate, De-Esser, Expander und Ducking – und pro Kanal vier EQ-Typen mit Echtzeit-Analyzer zur schnellen Beurteilung. Da die Reihenfolge der Bearbeitungsstufen, etwa von EQ und Dyn2, veränderbar ist, lässt sich der Signalfluss an die eigene Arbeitsweise anpassen.
Das integrierte 16-Slot-Effektrack stellt 43 Effekttypen bereit, darunter 13 Reverb-Varianten mit „REV HD“ und „REV R3“, acht Delay-Typen, Modulationseffekte sowie Sättigungseffekte und den Multiband-Kompressor MBC3. Mit der optionalen Karte PY-DSP kommen 32 Slots für Plug-ins aus dem Premium Rack hinzu – unter anderem der gemeinsam mit Rupert Neve Designs entwickelte Equalizer Portico 5033 und der Kompressor Portico 5043 sowie Yamaha-Klassiker wie Dynamic EQ, MBC4, Vintage Compressor und die dynamische Rauschunterdrückung DaNSe.
Bedienbarkeit
Als Weltneuheit bei digitalen Mischpulten integriert Yamaha in den 13,3″-Hauptbildschirm der DM5-Serie sogenannte Glastasten. Sie geben beim Drücken ein haptisches Feedback wie physische Tasten, zeigen ihren Status jedoch über eine dynamische Beschriftung an, die sich der aktuellen Aufgabe anpasst – ist etwa Sends on Fader aktiv, wird aus „ON“ die Beschriftung „SEND ON“. So sind mehr Funktionen direkt erreichbar, ohne das Bedienfeld zu überfrachten.
Ergänzt wird das durch einen zweiten, frei konfigurierbaren 4,3″-Touchscreen mit sechs belegbaren Glastasten sowie vier benutzerdefinierbare Drehregler je Sektion. Deren Dynamic Mode folgt automatisch der Auswahl in der Selected Channel View und legt die passenden Parameter auf die Regler. Für die Übersicht stehen zwei Ansichten bereit: die Selected Channel View für Einrichtung und Signalfluss einzelner Kanäle, die Overview für die Kontrolle vieler Kanäle im laufenden Betrieb. Mehrsprachige Kanalnamen sorgen zusätzlich für schnelle Orientierung.
Design
Die Mischpulte der DM5-Serie sind mehr als nur kompakt gebaut – das Design ist konsequent auf die Arbeitsposition von Tontechnikern ausgerichtet. Überflüssige Elemente wurden entfernt, während ausreichend Platz für eine zügige Bedienung bleibt. Die Pulttiefe entspricht etwa der eines Laptops und hält das große 13-Zoll-Display in bequemer Reichweite.
Ein weiterer Fortschritt ist das neigbare Hauptdisplay mit vier wählbaren Betrachtungswinkeln. Ob im Sitzen oder Stehen, bei Sonnenlicht oder Deckenbeleuchtung: Der Winkel lässt sich so einstellen, dass Reflexionen minimiert werden und die Ablesbarkeit stimmt. Zusammen mit dem geringen Gewicht von 21,5 kg ergibt das ein Pult, das sich leicht transportieren und praktisch überall aufstellen lässt.
Funktionalität
Die Assist-Funktionen der DM5- und DM7-Serie verkürzen die Einrichtungszeit, indem das Pult bei wiederkehrenden technischen Aufgaben mitdenkt: HA Assist schlägt anhand der Eingangspegel passende Vorverstärkereinstellungen vor, Naming Assist Kanalnamen und Symbole, Comp Assist sinnvolle Kompressorwerte für die jeweilige Quelle und Fader Assist eine Ausgangsbalance der zugewiesenen Kanäle. Das schafft Zeit für die kreativen Entscheidungen.
Der Dugan Automixer – standardmäßig mit 12 Kanälen an Bord – hält bei mehreren offenen Mikrofonen den Gesamtpegel stabil und vermeidet Rückkopplungen. Für Aufnahmen steht eine einfach konfigurierbare Zweispur-Aufnahme und -Wiedergabe über USB bereit; für Mehrspurmitschnitte liegt Nuendo Live bei, mit bis zu 18 Kanälen über USB oder bis zu 64 Kanälen über Dante. Die Funktion Virtual Sound Check erlaubt das Einstellen der Anlage unter realen Bedingungen, auch ohne anwesende Künstler. Im DAW-Remote-Modus steuert das DM5 Pegel und Transportfunktionen der DAW direkt über Fader, Taster und Regler.
Erweiterbar
Welches System das richtige ist, entscheiden Veranstaltungsort, Anwendung und Arbeitsweise – die DM5-Serie ist darauf ausgelegt, mitzuwachsen. Der PY-Steckplatz nimmt bis zu 64 zusätzliche I/O-Kanäle auf: PY64-D für Dante, PY64-MD für MADI, PY8-AE für AES/EBU, PY-MIDI-GPI für MIDI-/GPI-Steuerung, WSG-PY64 von Waves Audio für die Anbindung an SoundGrid sowie die neue PY-DSP für zusätzliche Premium-Effekte.
Auf der I/O-Seite ist die DM5-Serie mit allen Generationen der Yamaha R-Serie kompatibel, einschließlich der neuen Utility-Einheiten RUio1608SB-D, RUio0804-D und RUio16FLX-D. Bestehende Investitionen bleiben damit nutzbar. Über optionale Lizenzen kommen Funktionspakete hinzu: Das Broadcast Package (DEK-BR) ergänzt sieben Rundfunkfunktionen wie Mix Minus und Audio Follow Video, das Theatre Package (DEK-TH) immersive Steuerung, 4 Bank EQ/DYN und Actor Library, die DEK-DUGAN-Lizenz erweitert das Automixing auf 60 Kanäle. Verwaltet werden die Lizenzen in den meisten Regionen über die PV-Portal-App, sodass eine Lizenz über mehrere Pulte hinweg aktiviert und deaktiviert werden kann.
Für die Vorbereitung und Fernsteuerung steht die neue Anwendung DM Editor für Windows und Mac bereit – für Offline-Setup, Bearbeitung und Online-Backups, mit identischer Bedienoberfläche wie am Pult. DM StageMix erlaubt die Steuerung per iPad, MonitorMix gibt Musikern ein persönliches Monitoring an die Hand, und ProVisionaire Control PLUS ermöglicht frei gestaltete Bedienoberflächen bis hin zum reduzierten Kiosk-Controller für ungeschultes Personal.










